| Der Euro war gestern etwas stärker dem US-Dollar gegenüber. Obwohl sich der Markt in erster Linie auf die US-Daten konzentrierte, gab es auch von der Eurozone einige wichtige Berichte: den PMI-Index des verarbeitenden Gewerbes für Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland sowie für die gesamte Eurozone. Außer Frankreich zeigten alle Staaten Verbesserungen. Die neuen Aufträge und die Exportaufträge sind seit September in Frankreich zurückgegangen, wodurch sich das Gesamtergebnis verschlechterte. Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland zeigte mit einem Anstieg von 53,1 im Oktober gegenüber 51,0 im September das beeindruckendste Ergebnis. Für die gesamte Eurozone stieg der Index von 51,7 im September auf 52,7 im Oktober. Damit wurde der vierte aufeinander folgende Anstieg im Expansionsbereich und damit die stärkste Expansion seit 13 Monaten erreicht. Diese Verbesserungen in Europa stellen jedoch einen weiteren Beweis dar, daß die allmähliche Erholung der geringen Verzinsung, dem mäßigeren Ölpreis sowie dem schwächeren Euro zu verdanken ist. Der Index ist in fast allen Bereichen gestiegen, wobei die neuen Auftragseingänge den höchsten Anstieg zu verzeichnen hatten. Die Inflation hat ein Achtmonatshoch erreicht. Durch den Preisanstieg hat sich der inflationäre Druck erhöht, und dadurch nivelliert sich allmählich die Differenz zwischen der Kreditrate Europas und der Kreditrate der USA. Die Volkswirte rechnen derzeit damit, daß Anfang des nächsten Jahres eine Anhebung der Leitzinsen stattfinden wird. Aufgrund der positiven Wirtschaftsdaten kann aber auch schon vor dem Ende dieses Jahres mit einer Erhöhung gerechnet werden.
Auszug aus dem Problue Devisenbrief.
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