| Am Freitagmorgen erhielt der Japanische Yen einen positiven Anstoß, da das vorläufige Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal um 0,6% höher ausgefallen ist als die Prognosen vorgaben und gegenüber dem dritten Quartal 2004 um 1,7% gestiegen ist. Auch wenn es sich eigentlich um einen Rückgang gegenüber dem zweiten Quartal mit einem jährlichen Wachstum von 3,3% handelt, ist der Anstieg dennoch beträchtlich und führt zu Vorhersagen, die von einem fortgesetzten Wachstum im vierten Quartal ausgehen und die sich auf Unternehmen stützen, die darauf hindeuten, daß mehr in den Aufbau investiert werden soll. Außerdem haben die Verbraucher ihr Vertrauen wieder zurückgewonnen, da die geringeren Energiepreise den Druck auf ihre Haushaltskassen verringert haben. Wenn das anhält, wird dies der längste Zeitraum der Expansion in der japanischen Wirtschaft seit 8 Jahren, wobei die Inlandsnachfrage durch höhere Löhne und vorwärts strebende Kräfte impuliert wird. Der Bericht besagt auch, daß die Verbraucherausgaben und die Investitionen positiv mitgewirkt haben, während die Exporte einen negativen Einfluß auf die Entwicklung hatten, was vermuten läßt, daß sich die japanische Wirtschaft endlich vom ausländischen Verbrauch unabhängig machen könnte. Auch die Import- und Exportpreise sind gegenüber dem Vormonat im Oktober um einiges gestiegen. Während die Exportpreise nur um 2,4% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, stiegen die Importpreise um 18,3%, was auf die hohen Öl-, Gas- und Kohlepreise sowie auf die höheren Preise im Bereich der Chemie zurückzuführen ist. Insgesamt ergibt sich durch das Wachstum des Bruttoinland-produkts, die zunehmende Unabhängkeit vom Export, die steigenden Preise und das bessere Verbrauchervertrauen ein starker Hinweis für die Bank von Japan, daß die Wirtschaft die Rezessionsphase der letzten zwei Jahre endlich überwunden zu haben scheint und es Zeit ist, daß sich die Geldpolitik darauf einstellt.
Auszug aus dem Problue Devisenbrief. |