| Der Dax haderte in den vergangenen Tagen mit der 5.200 Punkte-Marke, die am Mittwoch und Donnerstag zunächst nur kurzzeitig überwunden werden konnte. Im Wochenvergleich legte das Börsenbarometer dennoch zu. Erleichtert waren Aktionäre von Eon, nachdem der Versorger Scottish Power das Übernahmeangebot abgelehnt hat. Der Konzern hatte nach eigenen Angaben 5,70 britische Pfund in bar per Aktie offeriert ? den Schotten war das zu wenig und den Eon-Aktionären zuviel. MAN gab ein neues Übernahmeangebot für den Dieselmotorenhersteller MTU ab, den DaimlerChrysler versilbern will. Einen Großauftrag im Volumen von rund 300 Millionen Euro erhielt Linde aus Saudi-Arabien. Dort sollen bis April 2008 zwei Luftzerlegungsanlagen für die Produktion von reinem Sauerstoff errichtet werden. Die Deutsche Bank hat am Dienstag rund 25 Millionen DaimlerChrysler-Aktien zu je 43,20 Euro an institutionelle Investoren verkauft. Die Beteiligung sank damit von 6,9 auf 4,4 Prozent. Ursprünglich sollten nur 20 Millionen Aktien plaziert werden. Die Bank bezifferte ihren Vorsteuergewinn aus dem Verkauf auf 300 Millionen Euro.
Der Ausgabepreis für die Metro-Tochter Praktiker betrug 14,50 Euro. Der Börsenneuling schloß am ersten Handelstag (Dienstag) mit 15,11 Euro. Die Preisspanne war zuvor wegen schleppender Nachfrage von 16 bis 19 Euro auf 14 bis 15 Euro reduziert worden. Der Baumarktkette flossen durch den Börsengang rund 116 Millionen Euro zu. Den größten Teil des Emissionsvolumens streicht jedoch Metro ein. Der Handelskonzern trennte sich von 26,5 Millionen Aktien. Insgesamt wurden 34,5 Millionen Anteile plaziert. Chiphersteller Infineon kratzte zunächst vor der bei etwa 7,70 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie Kurve. Ob diese Unterstützung auch in der kommenden Wochen halten wird? Wesentlich sicherer ist dagegen der Termin der nächsten Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Deren Präsident Jean-Claude Trichet hat den Markt bereits auf eine leichte Anhebung der Leitzinsen eingestimmt.
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