| Die Ergebnisse der Nonfarm-Payrolls befanden sich in Übereinstimmung mit den Prognosen, aber das hielt den Dollar nicht davon ab, eine hohe Volatilität zu liefern, wie sie auch sonst nach der Veröffentlichung der Nonfarm-Payrolls üblich ist. Aber zeitlich gesehen, war die Kursbewegung nicht alleine darauf zurückzuführen. Das G7-Gipfeltreffen der Finanzminister und Zentralbanker, das am letzten Freitag begann, verursachte Gerüchte. Obwohl der Dollar nach der Veröffentlichung der Payrolls zunächst an Stärke gewann, verlor er rasch wieder Territorium an den Euro, da das Gerücht aufkam, daß China möglicherweise im nächsten Jahr wieder eine Aufwertung vornehmen wird. Nach einer Veröffentlichung der deutschen Zeitschrift "Wirtschaftwoche" ist aus einer nicht genannten chinesischen Quelle bekannt geworden, daß China den Yuan im nächsten Jahr möglicherweise auf 7,5% aufwertet. Die Möglichkeit einer weiteren Yuan-Aufwertung verursachte einen starken Kursrückgang des Dollar, da dies einen geringeren Bedarf an US-Schatzanleihen für die Chinesen bedeuten würde. Gleichzeitig hat sich Greenspan öffentlich geäußert. Obwohl er keine großen Neuigkeiten verkündete und sich relativ optimistisch zur Entwicklung der US-Wirtschaft geäußert hat, mahnte er auch zur Vorsicht hinsichtlich des zunehmenden US-Handelsbilanzdefizits. Die zweite Kursbewegung wurde durch US-Finanzminister John Snow ausgelöst, der sagte, daß die Yen-Schwäche nicht in die G7-Gespräche einbezogen wird. Dies führte zu einem beträchtlichen Kursrückgang im Währungspaar USD/JPY. Jedenfalls war der Freitag ein interessanter Tag im Forex-Markt. Was die Nonfarm-Payrolls anbelangt: Im November wurden 215.000 neue Stellen geschaffen, was fast genau mit der Prognose von 210.000 übereinstimmt. Das Oktober-Ergebnis wurde von 56.000 auf 44.000 nach unten korrigiert. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert auf 5,0%. Besonders positiv war der Anstieg der Gehälter in der verarbeitenden Industrie und die Stundenlöhne.
Auszug aus dem Problue Devisenbrief.
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