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Leichte Kursgewinne im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung


Aktuelle Devisenanalyse: News vom 11.01.10 | Autor/Quelle: adblue.de
Das Währungspaar EUR/USD hat am Freitag ein Tageshoch von 1,44 erreicht. Gegenüber dem Kanadischen Dollar, dem Britischen Pfund und dem Neuseeland-Dollar konnte der Euro ebenfalls zulegen. Dies war insbesondere darauf zurückzuführen, dass die endgültigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt der Eurozone für das dritte Quartal etwas besser als erwartet ausgefallen ist: Im Jahresvergleich wurde ein Anstieg von ?4,1% im Vormonat auf ?4,0% (revidiert) erreicht, während sich im Vergleich zum zweiten Quartal mit 0,4% keine Veränderung ergeben hat. Bei genauerer Analyse zeigte sich, dass die Investitionen der Unternehmen gegenüber 1,6% im Vorquartal um 0,8% zurückgegangen sind; die Ausgaben der privaten Haushalte sanken um 0,1%, während sie im zweiten Quartal um 0,1% gestiegen waren; die Staatsausgaben betrugen erneut 0,6%. Verbesserungen wurden für die Einfuhren und die Ausfuhren gemeldet: Die Importe stiegen um 3,1%, die Exporte um 3,0%.

Allerdings werden die Ergebnisse zum Bruttoinlandsprodukt wahrscheinlich keinen Einfluss auf die Europäische Zentralbank haben, denn es wird erwartet, dass die EZB den Leitzinssatz am 14. Januar unverändert bei 1,00% belassen wird. Ob sich die Zinssentscheidung auf die Kursentwicklung des Euro auswirken wird, hängt von den Kommentaren von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet während der anschließenden Pressekonferenz ab. Dabei werden die Trader ganz besonders auf alle Andeutungen von Jean-Claude Trichet achten, die sich auf die zukünftige Zinsentwicklung der Eurozone beziehen, wobei die Äußerungen zu einer Ausstiegsstrategie zur allmählichen Beendigung des Geldsegens für die Banken besonders wichtig sind. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit werden auch die Prognosen der EZB für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung im Euro-Währungsraum und deren Stellungnahmen zum Umgang mit den Finanzproblemen Griechenlands stehen.

Die Overnight Index Swaps von Credit Suisse preisen derzeit 100 Basispunkte zugunsten von Zinserhöhungen durch die EZB in den nächsten 12 Monaten ein. Falls die EZB jedoch eine raschere wirtschaftliche Erholung oder eine höhere Inflationsrate prognostiziert, spräche dies für Zinserhöhungen im laufenden Jahr, was zu Kursgewinnen des Euro führen könnte.

Auszug aus dem Problue Devisenbrief

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