| Das Währungspaar EUR/USD hat sich gestern weitere Kursverluste eingehandelt und sank auf ein neues Monatstief von 1,4042, während der US-Dollar seinen Aufstieg fortsetzte. Es ist zu erwarten, dass das Währungspaar bis zum Ende des Monats weiter fallen wird, da die Europäische Zentralbank bis auf weiteres ihre Position und somit eine eher expansive Geldpolitik beibehalten wird. Die EZB hat in ihrem Monatsbereicht den gegenwärtigen Leitzinssatz von 1% als angemessen bezeichnet und betonte, dass der Aufschwung in diesem Jahr ungleichmäßig verlaufen dürfte, zumal die Konjunkturprogramme langsam auslaufen. Vertreter der EZB haben in diesem Sinne hervorgehoben, dass die Geldpolitik in diesem Jahr zur Normalität zurückkehren wird und dass die Unterstützungsmaßnahmen, die während der Krise unerlässlich waren, allmählich beendet werden. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass das hohe Niveau der Kreditvergabe das Risiko beinhalte, rasche Veränderungen der Marktstimmung auszulösen. Der Rat der EZB wies aber auch darauf hin, dass er die Inflationsgefahren entschlossen bekämpfen werde. Mit Nachdruck forderte die Zentralbank alle Staaten des Euro-Währungsraumes auf, die aufgrund der Krise entstandenen Schulden so schnell wie möglich wieder abzubauen und zu einer normalen Haushaltspolitik zurückzukehren. Der Balanceakt für die EZB, der darin besteht, einerseits das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und andererseits eine Erhöhung der Inflationsrate zu verhindern, erfordert besondere Anstrengungen von der europäischen Notenbank.
Auszug aus dem Problue Devisenbrief |