| Das Währungspaar EUR/USD ist auch am Freitag wieder schwächer geworden und sank auf ein neues Jahrstief von 1,3647, während der US-Dollar allgemein an Stärke gewonnen hat. Allerdings ist in der nächsten Woche mit einer Korrektur zu rechnen, da der RSI auf dem Tageschart des Währungspaares inzwischen noch weiter in den Überverkauft-Bereich eingedrungen ist. EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen hat die Positionen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bestätigt, indem er betonte, dass der Zinssatz der Leitzinsen angemessen sei, und er fügte hinzu, dass die Zentralbank nun beginnen werde, die außergewöhnlichen Maßnahmen, die während der Finanzkrise in Gang gesetzt wurden, allmählich zurückzunehmen werde, da die Rezession inzwischen überwunden sei. Trotzdem ist die deutsche Industrieproduktion im Dezember unerwartet um 2,6% gesunken, wie am Freitag berichtet wurde. Noch im Vormonat war die Industrieproduktion um 0,7% gestiegen, während Ende des letzten Jahres im Jahresvergleich sogar ein Rückgang um 7,1% zu verzeichnen war, wobei laut Prognose lediglich mit einer Schrumpfung um 3,7% gerechnet wurde. Die Wirtschaftsdaten eröffnen einen düsteren Ausblick für die Wirtschaft der Eurozone. Auch die Zentralbank sieht die Gefahr eines stockenden Konjunkturaufschwungs. Jedenfalls wird man in den ersten sechs Monaten dieses Jahres besonders auf die Industrieproduktion und die Arbeitslosenquote achten.
Auszug aus dem Problue Devisenbrief
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