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Krisenstimmung im Euro-Währungsraum


Aktuelle Devisenanalyse: News vom 11.02.10 | Autor/Quelle: adblue.de
Die Erholung des Währungspaares EUR/USD hat nicht lange angedauert, denn gestern war wieder ein Rückschlag zu verzeichnen, was wohl in erster Linie der Staatsverschuldung Griechenlands und den damit verbundenen Befürchtungen zuzuschreiben ist. Das Währungspaar ist bis auf ein Tief von 1,3733 zurückgefallen, hat sich danach jedoch wieder etwas stabilisiert. Trotzdem ist damit zu rechnen, dass das Währungspaar seine Abwärtsbewegung, der ab dem Hoch vom Januar bei 1,4581 eingesetzt hat, fortsetzen wird. Andererseits büßt der US-Dollar zunehmend seine Rolle als Weltreservewährung ein. Jemand, der nicht namentlich genannt werden wollte, hat gestern den führenden Pressevertretern mitgeteilt, dass die Verantwortlichen der Europäischen Zentralbank im Rahmen des informellen Krisengipfels die Möglichkeit einer Rettungsaktion für Griechenland besprechen. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble will bis heute bei einem vertraulichen Treffen der CDU-Bundestagsfraktion eine Lösung für das verschuldete Land erreichen. Die Lage ist wirklich ernst, denn die Belastungen für die Gemeinschaftswährung und die gesamte Eurozone sind immens. Wie gestern bekannt gegeben wurde, wird Deutschland eine führende Rolle bei der Rettungsaktion einnehmen. Wie berichtet wurde, hat Griechenland bereits den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfe gebeten. Da sich Deutschland inzwischen vehement für die Rettung einsetzt, stellt sich die Frage nach der Höhe der damit verbundenen Belastungen, die natürlich noch nicht beziffert werden können, wie Wolfgang Schäuble eingestand. Die deutsche Bundesregierung hat bereits Gespräche über gemeinsame Finanzhilfen für Griechenland mit Frankreich, Österreich und Finnland begonnen.

EZB-Ratsmitglied Yves Mersch hat gestern betont, dass sich die Verschlechterung des Arbeitsmarktes auf die Preisentwicklung auswirken werde und fügte hinzu, dass die Europäische Zentralbank achtsam sein sollte und die Gefahren von ausgedehnten und massiven Liquiditäthilfen nicht zu unterschätzen seien. Yves Mersch wies auch darauf hin, dass die Exit-Strategie die ?unmittelbarste Herausforderung? sei. Nach den nächsten Prognosen für die Eurozone im März sollen die weiteren Maßnahmen angekündigt werden, wie Yves Mersch sagte.

Auszug aus dem Problue Devisenbrief

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