| Die Schwächephase des Währungspaares EUR/USD hält zwar an, aber gestern erreichte es kurzfristig ein Hoch von bei 1,3701, ging aber dann wieder zurück, da die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer geringer geworden ist. Während eines Treffens zwischen dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou hat Sarkozy den Griechen Unterstützung zugesagt, falls es diese benötige, und er betonte, daß ein Mitgliedsland des Euro-Währungsraums nicht im Stich gelassen werde. Ferner beschwor er die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Griechenland, Frankreich und Deutschland, um die Spekulationen in Europa zu bekämpfen. Auf diese Weise solle verhindert werden, daß der Euro aufgrund dieser Spekulationen unter Druck gerät. Papandreou erklärte, daß er die Finanzkrise Griechenlands im Verbund mit der europäischen Union bekämpfen wolle, aber er schwieg sich darüber aus, ob auch die Hilfe durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) nach wie vor eine Option für Griechenland darstellt.
Die Stimmung der Anleger der Eurozone hat sich im März unerwartet aufgehellt, wie das Sentix-Institut gestern mitteilte, denn der Indikator ist von ?8,3 Punkten im Vormonat auf ?7,5 Punkte gestiegen, während die Prognose von ?8,8 Punkten ausging. Was die Zukunftsaussichten anbelangt, war ein Anstieg von 3,75 Punkten im Februar auf 4,50 Punkte zu verzeichnen. Ein anderer Teil des Berichts zeigte, daß die Industrieproduktion in Deutschland im Januar um 0,6% gestiegen ist, was nicht mit den Erwartungen übereinstimmte, denn es wurde mit einer Erhöhung um 1,0% gerechnet. Allerdings ist im Jahresvergleich ein Anstieg um 2,2% zu verzeichnen, was dem höchsten Plus seit April 2008 entspricht. Da im allgemeinen von einem nur schleppenden Aufschwung ausgegangen werden muß, dürften die Unternehmen ihr Augenmerk in den nächsten Monaten wahrscheinlich insbesondere auf die Produktion und die Beschäftigungslage richten. Die Europäische Zentralbank wird ihre geldpolitische Position wohl im ersten Halbjahr beibehalten, da der Preisdruck gering ist.
Auszug aus dem Problue Devisenbrief |