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Düstere Prognosen für Eurozone


Aktuelle Devisenanalyse: News vom 16.03.10 | Autor/Quelle: adblue.de
Das Währungspaar EUR/USD hat seine kurzzeitige Aufwärtsbewegung beendet und ist gestern auf ein Tief von 1,3706 gesunken. Es ist zu erwarten, daß sich die Glattstellungsverkäufe während der US-Handelssitzung fortsetzen werden, da die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer zurückgegangen ist.

Ein Sprecher der Bundesbank teilte gestern mit, daß weder die Bundesregierung noch die Europäische Zentralbank die Absicht hätten, die Goldreserven der Bundesbank an einen in der letzten Zeit viel diskutieren Europäischen Währungsfonds (EMF) zu übertragen. Auch die Bundesregierung hat sich von dieser Möglichkeit distanziert, wie Regierungssprecher Ulrich Wilhelm gestern mitteilte (Meldung von Reuters). Die Bundesbank hat ohnehin sofort nach Bekanntgabe der Diskussion über die Gründung eines Europäischen Währungsfonds ihren Widerstand gegen diesen Plan zum Ausdruck gebracht. Der österreichische Notenbankchef und EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny hat nach einer äußerst pessimistischen Prognose für die europäische Wirtschaft darauf hingewiesen, daß sich Europa noch tief in der Krise befinde, während andere Regionen bereits einen Aufschwung zu verzeichnen haben. Er erklärte, daß sich die Krise bis zum Jahresende voll entfalten könne, was mit zunehmender Arbeitslosigkeit einhergehe. Er sprach von einer ?Schuldenspirale?, in die viele europäische Mitgliedsländer geraten könnten, und er fügte hinzu, daß es im Interesse Griechenlands sei, in der Eurozone zu bleiben.

Wie gestern gemeldet wurde, ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Eurozone im vierten Quartal um 0,2% zurückgegangen gegenüber einem Rückgang um 0,5% im Vorquartal, was vor allem auf die Situation im verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen ist. Die Zahl der Beschäftigten hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,0% verringert. Die politischen Entscheidungsträger rechnen in diesem Jahr mit einem nur schleppend verlaufenden Aufschwung. Die europäischen Regierungen wollen durch außergewöhnliche Maßnahmen dazu beitragen, daß die Staatsfinanzen wieder in Übereinstimmung mit den EU-Richtlinien kommen. Die Europäische Zentralbank wird ihre lockere Geldpolitik vorläufig beibehalten und den Leitzins auch in der zweiten Jahreshälfte auf niedrigem Niveau belassen, um einerseits das Wachstum anzukurbeln und andererseits die Inflation zu bekämpfen, wie es ihrer Aufgabe entspricht.

Auszug aus dem Problue Devisenbrief

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