| Das Währungspaar EUR/USD hat gestern ein Tageshoch von 1,3041 US-Dollar erreicht, nachdem es auf ein Tagestief von 1,2968 US-Dollar zurückgegangen war.
Ein Bericht der Europäischen Zentralbank hat gezeigt, daß die Kreditvergabe im Euro-Währungsraum im Juli um 11% gestiegen ist, während im April eine Zunahme von 3% zu verzeichnen war. Die EZB hat ihre Wachstumsprognosen für die Eurozone nach unten korrigiert, zumal die Geschäftsbanken bei ihrer Kreditvergabe inzwischen strengere Bedingungen anwenden; vor allem die Bedingungen für die Vergabe von Unternehmenskrediten sind verschärft worden. Die Europäische Zentralbank rechnet mit einer Verschärfung der Kreditbedingungen im 3. Quartal, und sie wies darauf hin, daß eine negative Begleiterscheinung der Finanzkrise offenbar darin bestehe, daß es viel schwerer geworden sei, einen Kredit zu bekommen. Die EZB erwartet, daß dies auch in den kommenden Monaten so bleiben werde. Die Bundesbank teilte jedoch mit, daß es keine Anhaltspunkte für eine Kreditklemme gibt und gab an, daß die Kreditnachfrage in Deutschland ?merklich? zugenommen habe. Die Bundesbank teilte ferner mit: ?Befürchtungen über eine zu knappe Kreditversorgung der deutschen Wirtschaft teilen die Banken nicht?. Aufgrund der Staatsverschuldung haben sich die Regierungen der Euro-Mitgliedsstaaten teilweise rigorose Sparmaßnahmen verordnet, um die Haushaltsdefizite zu reduzieren, wobei hervorgehoben wird, daß die mangelnde Unterstützung der Bevölkerung den Konjunkturaufschwung erschweren könnte. Aus diesem Grund wird die EZB die Wirtschaft vorläufig weiterhin unterstützen.
Portugal gehört zu den hochverschuldeten Ländern der Eurozone und hat sich gestern zusätzliche 1,3 Milliarden Euro am Markt durch portugiesische Staatsanleihen beschafft, wobei der Risikoaufschlag für diese Anleihen inzwischen auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten gesunken ist. Besonders hoch war die Nachfrage nach Anleihen mit einer Laufzeit bis 2014. Die durchschnittliche Rendite für die Anleihen bis 2014 reduzierte sich von 4.657% auf 3.621%, während die Rendite für die Anleihen mit der Laufzeit bis 2023 stiege und zwar von 4.416% auf 5.377%, wobei für die zweite Anleihe für eine geringere Nachfrage bestand.
Auszug aus dem Problue Devisenbrief |