| Das Währungspaar EUR/USD hat gestern zugelegt und erreichte ein Tageshoch von 1,3091 US-Dollar.
Die Vereinigung ISDA (International Swaps and Derivatives Association) hat eine Gruppierung geschaffen, die über verschiedene Möglichkeiten beraten soll, wie ein Euro-Mitgliedsland die Eurozone verlassen kann, und darüber hinaus soll dieser Verbund herausfinden, welche rechtlichen Probleme in den einzelnen Derivatemärkten entstehen könnten und welche Schritte erforderlich sind, um diese zu beheben, wobei in diesem Zusammenhang nachdrücklich darauf hingewiesen wurde, daß es sich hierbei lediglich um die Möglichkeit handle, daß so eine Situation tatsächlich eintreten könnte.
Wie die deutsche Arbeitsagentur gestern mitteilte, ist die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich auf den tiefsten Stand seit November 2008 gesunken. Demnach wurden im Juli etwa 3,19 Millionen Erwerbslose registriert. Dies bedeutet zwar, daß im Juli 39.000 mehr Arbeitslose zu verzeichnen waren als im Vormonat, aber gegenüber dem Vorjahr gab es 271.000 Erwerbslose weniger. Die deutsche Arbeitslosenquote ist somit von 7,7% im Vormonat auf 7,6% gesunken. Diese Zahlen deuten zwar auf einen Aufschwung hin, aber die Arbeitsagentur warnte vor allzu großem Optimismus und wies darauf hin, daß die Krise noch nicht überwunden sei, so daß nach wie vor Risiken für die Konjunktur vorhanden sind.
Wie die Europäische Kommission gestern mitteilte, ist der ?Economic Sentiment Index? (ISI), der die Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone erfasst, ist im Juli auf 101,3 Punkte gestiegen gegenüber 99,0 Punkten im Vormonat. Damit hat der Index den höchsten Stand seit März 2008 erreicht. Daß sich die Stimmung in der Eurozone wesentlich verbessert hat, zeigt der Geschäftsklimaindex, der im Juli von 0,40 im Vormonat auf 0,66 gestiegen ist.
Diese positiven Wirtschaftsdaten sprechen dafür, daß die Europäische Zentralbank im nächsten Jahr ihre Exit-Strategie durchführen wird, aber die geringe Inflationsrate dürfte ein Argument für die EZB sein, ihre lockere Zinspolitik auch im ersten Halbjahr 2011 beizubehalten, da die meisten Staaten im Euro-Währungsraum mit Haushaltsdefiziten zu kämpfen haben, was Sparmaßnahmen zur Reduktion der öffentlichen Ausgaben erfordert.
Auszug aus dem Problue Devisenbrief |