| Neues Jahr, neues Glück: Dieses war zumindest jenen hold, die in den ersten beiden Börsentagen des Jahres auf steigende Kurse gesetzt hatten. Der TecDax legte insgesamt 14 Punkte zu, bevor sich ein Teil davon am Mittwoch wieder in Wohlgefallen auflöste. Tags darauf erlahmte der Handel. Dennoch verabschiedete sich der Markt am Ende mit einer deutlich positiven Wochenbilanz. Allerdings schienen sich viele Akteure noch im Urlaub aufzuhalten - die Umsätze waren entsprechend dünn. Aktie der Woche war Solarworld. Der Höhenflug des TecDax-Neulings wurde erst am Donnerstag durch Gewinnmitnahmen gestoppt. Inzwischen ist auch das Ende 2000 bei 95 Euro markierte Allzeithoch nicht mehr weit entfernt. Vor zwölf Monaten war die Aktie noch für rund 11 Euro zu haben. Aixtron profitierte von einem Vergleich mit widerspenstigen Aktionären, die im Gegenzug ihre Anfechtungsklagen gegen Beschlüsse der Hauptversammlung - es ging um die Schaffung von genehmigtem Kapital - zurückgezogen haben. Laserhersteller Rofin Sinar rutschte wieder unter die Widerstandszone bei 30 Euro.
Nach vorläufigen Zahlen steigerte Bechtle seinen Vorsteuergewinn (EBT) 2004 von 27,2 auf mehr als 37 Millionen Euro. Anfang November hatte das Unternehmen 34 bis 35 Millionen Euro prognostiziert. Der Umsatz weitete sich von 792 Millionen auf rund 1,08 Milliarden Euro aus. Bis 2007 soll der Umsatz von Funkwerk von rund 240 (2004) auf 370 Millionen Euro steigen. Mit Übernahmen seien mehr als 400 Millionen Euro möglich, sagte Vorstandschef Hans Grundner "Börse Online". Die bisherige Dividendenpolitik, 20 Prozent des Gewinns auszuschütten, soll beibehalten werden. Freenet will noch in diesem Jahr ein eigenes Video-on-Demand-Angebot starten. Dafür werde mit allen großen Anbietern von Filmrechten verhandelt, sagte Vorstandschef Eckhard Spoerr dem "Handelsblatt". Gespräche gebe es mit Sony, Bertelsmann und Time Warner. Die Fondsgesellschaft DIT hat ihre Beteiligung an der Software AG nach eigenen Angaben leicht von 4,93 auf 5,08 Prozent erhöht. Größter Aktionär bleibt die Software AG Stiftung, die rund 32 Prozent der Anteile hält. Leer zeigt sich dagegen der Terminkalender der kommenden Woche. In den Unternehmen wird noch emsig gerechnet, hier und da könnten jedoch vorläufige Zahlen an die Öffentlichkeit gelangen.
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